Anführungszeichen, Guillemets, Chevrons.. wo sind die Zeichen in Word?

Guillemets [gijˈmɛ] (Singular Guillemet) sind laut Wikipedia spezielle Anführungszeichen, die durch je zwei spitze Klammern dargestellt werden.

In den romanischen Sprachen sind das die normalen Anführungszeichen, im Buchdruck wird auch in Deutschland mit diesen Zeichen und nicht mit unseren altbekannten „Gänsefüßchen“ gearbeitet.

Das ist doch endlich mal eine einfache Sache! Anstatt „Anfühungszeichen“ macht man also einfach ein »Guillemet«. Ich konnte die auf meiner Tastatur aber nirgends finden…

Vor dem Schreiben hatte ich mich dahingehend schlau gemacht. Ich wusste nun also das Diese Guillemets – ich als alte Lateinerin müsste vor dieser klangvollen Aussprache wohl ein bisschen was trinken- klingen schön, sehen schon aus und machen ansonsten genau das, was unsere guten alten Anführungszeichen auch machen:

Sie markieren den Anfang und das Ende der wörtlichen Rede. Im Buchdruck nimmt man dafür diese Dinger.

Soweit, so gut. Jetzt gibt’s aber noch ein paar Unterscheidungen!

Mache ich die Gänsefüßchen nun also «so rum» oder doch »so rum« ?
– Bei den romanischen Sprachen (z.B. Spanisch, Portugiesisch, Französisch, Italienisch und Rumänisch) gehören die Guillemets «nach aussen».
– Im Deutschen »nach innen zeigend«
– Im Französischen « gibt’s sogar noch Raum zwischen den Zeichen ».

Die nach innen zeigenden Guillemets nennt man übrigens „Chevrons“.

So, und jetzt die Preisfrage: Wie bekomme ich diese hübschen, anmutigen Zeichen in mein Word Dokument?

Ich habe es gerade noch einmal neu eingerichtet, da ich den Computer gewechselt habe. In meiner jetzigen Word Version (2003) ging das sehr fix:

Oben in der Taskleiste auf EINFÜGEN, dann auf SYMBOL.

Dort unter SYMBOLE findet man dann viele verschiedene Symbole, nach etwas suchen auch die Guillemets in beide Richtungen.

Guillemets

Da kann man dann mit Klick auf TASTENKOMBINATION im Feld NEUE TASTEKOMBINATION die Zeichen auf eine beliebige Tastenkombination legen. Bei mir liegen die » auf STRG + Q und die « auf STRG + W. Das liegt mir beim schreiben sozusagen leicht auf dem Finger. Jedes Mal, wenn man dann diese Tastenkombination drückt, erscheint das gewünschte Zeichen!

Hat dir das geholfen? Welches Zeichen findest du besser, hübscher, eleganter, passender?

Die Tipperin

PS: Die Infos im ersten Teil sind gekürzt aus diesem Wikipedia-Artikel hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Guillemets

Der verflixte erste Satz..

Anfangen zu schreiben, das ist nicht so einfach wie gedacht. Man weiß ungefähr, welche Story man zu Papier bringen möchte. Man kennt wahrscheinlich auch schon die Anfangsszene. Aber dann den allerersten Satz tatsächlich zu tippen, ist noch einmal ganz was anderes..

Bedeutungsschwanger sollte der erste Satz sein. Witzig, skurril, bezeichnend. Der Leser soll möglichst direkt mit diesem Satz als Fan gewonnen werden. Aber wie geht das?!
Mein erster Satz, für den ich sehr lange brauchte, an den kann ich mich nicht einmal mehr erinnern. Denn ich habe mittlerweile schon so viel geändert und umgestellt in meinem Buch. Ich glaube, der erste Satz den man schreibt, wenn man mit einem neuen Buch anfängt, der ist niemals der erste Satz im Buch – wenn es dann wirklich druckfertig ist.
Meine erste Szene ist nicht einmal mehr meine erste Szene, jetzt wo ich drüber nachdenke.

Wichtig ist der erste Satz aber auf jeden Fall, finde ich. Es gibt Bücher, in denen ist der erste Satz sterbenslangweilig. Komischerweise gibt es eine Menge Bücher, in denen im ersten Satz zunächst ausschweifend ein Zustand der Natur beschrieben wird. Da wird es für mich immer eher schwierig, überhaupt über diesen Satz hinauszukommen.
Eine über 10 Zeilen reichende Beschreibung der untergehenden Abendsonne führt bei mir zu dem gleichen Phänomen wie im ersten Satz beschrieben: Meine Motivation, das Buch weiterzulesen, geht genau so unter wie die Abendsonne in ebendiesen Zeilen. Nur schneller und weniger dramatisch.

Ich als Leser:
Natürlich lese ich viel und gerne. Ich denke, so ist das wohl bei den meisten Autoren (Möchtegern- Autoren wie mich eingeschlossen. Wenn ich in der Buchhandlung, auf dem Flohmarkt oder heutzutage sogar auf Amazon im Buch stöbere, dann entscheidet oftmals der erste Satz über alles. Nicht alles, aber über alles in Bezug auf mich und das Buch. Finde ich den ersten Satz gut, lese ich den zweiten. Und den dritten… und bin eventuell schon mittendrin im Geschehen. Wenn mich das dann begeistert, dann möchte ich wissen wie es weitergeht. Die erste Seite ist dann auch so etwas wie eine Bewerbung des Buches an den Leser. Man erfährt, ob man den Schreibstiel mag.
Wie schon gesagt: ich lege Bücher weg, die sich mit ausschweifenden Beschreibungen langweiliger Tatsachen beschäftigen. Das halte ich vielleicht auf der ersten Seite mit Mühe aus, über das Buch hinweg wird das aber nichts mit mir und dem Buch. Jeder hat schon einmal einen Sonnenuntergang gesehen. Wenn da schlicht und einfach die Rede von einem Sonnenuntergang ist, wird jeder sich einen Sonnenuntergang vorstellen. Wenn da jede winzige Farbgebung und überhaupt die gesamte Szenerie beschrieben wird, ohne Sinn für den weiteren Verlauf des Buches zu machen – dann geht die Sonne spätestens ab Satz Nummer 3 ohne mich unter.

Ich mag knackige Sätze! Lustige Sätze! Verwirrende Sätze!

Ilsebill salzte nach.Damit gewann Günther Grass 2007 den Wettberweb über den schönsten ersten Satz..

ilsebill salzte nach

Mehr dazu unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Der_sch%C3%B6nste_erste_Satz

Ilsebill salzte nach! Welche lustiger Name, wie bei der Fischer und seine Frau. Was salzt sie nach? Warum? Ist sie mitten im Kochvorgang? Ich finde es witzig und skurril und möchte schon irgendwie wissen, was die gute Ilsebill warum nachsalzt..
Erste Sätze müssen allerdings nicht immer so prägnant und skurril sein, finde ich. Eine gute, knackige Beschreibung des ersten Schauplatzes, die einen direkt an den Ort des Geschehens katapultiert, tut es für mich auch.

Ich habe mal spontan ein paar meiner Bücher in der ersten Reihe des Regals( es quillt über, akuter Platzmangel!) durchgeschaut.

Hier 5 wahllose Beispiele:

-Samuel Beckett; Warten auf Godot: Landstraße. Ein Baum. Abend.

Das finde ich gut, obwohl es nur die Beschreibung des ersten Aktes ist.

-Val Mcdermid; Echo einer Winternacht: Er war im Morgengrauen immer gern auf dem Friedhof gewesen.

Freak! Was ist das denn für einer? Was macht er da? Ich würde auf jeden Fall weiterlesen!


-Agatha Christie, Die Schattenhand:
Als ich den Gips endlich los war und die Ärzte mich nach allen Regeln der Kunst zurechtgebogen hatten und ich unter gutem Zureden der Schwestern zaghaft begann, meine Gliedmaßen wieder zu gebrauchen, und die Babysprache, mit der sie mich traktierten, mir gründlich zum Hals heraushing, verordnete Marcus Kent mir eine Dosis Landleben.

Hier hätte ich meinem großen Vorbild schon irgendwie einen knackigeren Satz zugetraut, dachte ich im ersten Moment. Im zweiten Moment viel mir auf, das in dem ersten Satz schon eine Menge Informationen auf den neuen Leser zukommen. Ich –Erzähler, hatte längere Krankheit, hat keine Lust mehr auf Krankenschwestern, Markus Kent (wird der noch wichtig??) schickt den Patienten aufs Land. Man hat also die Vorgeschichte, den Grund für den Aufenthalt auf dem Land und schon 2 Personen kennengelernt. Der Satz ist mir zu lang, aber irgendwie hat das doch tatsächlich was..

-Silvia Roth; Blut von deinem Blute: Ich war neunzehn, als mein Vater mit eingeschlagenem Schädel auf dem Küchenboden gefunden wurde.

Jawohl, wenn das nicht mal ein anschaulicher, blutiger erster Satz ist.. mehr muss man dazu wohl nicht sagen.

-Elizabeth Becka; Verletzt: Der Geruch von Zuckerwatte und gebrannten Mandeln hing noch in der Luft, obwohl der Umzug und die Kirmes längst vorbei und die Besucher nach Hause gegangen waren.
Dieser Satz ist nicht spektakulär, aber die Gerüche versetzten mich direkt an einen bestimmten Ort – und auf der Kirmes möchte man doch immer gern sein. Auch wenn sie hier im Buch schon längst vorbei ist..

Ich als (Möchtegern-) Autor:
Wie zur Hölle bekomme ich diesen ersten Satz hin? Mein erster Satz hat sich schon mehrmals komplett gewandelt und der momentane Favorit wurde auch schon des Öfteren geändert. Dieser Druck auf dem ersten Satz.

Im Moment ist das hier mein erster Satz:

Lara stopfte sich ungehemmt 449 Kalorien und 22,8 Gramm Fett in den Mund, ohne sich für diese Zahlen zu interessieren.
Und, wie gefällt er euch? 100%ig überzeugt bin ich noch nicht, aber ich hoffe der Satz wirft zumindest Fragen auf. Was isst sie? Ist sie fett?

->Änderungswünsche, Anregungen und bessere Ideen bitte auf jeden Fall an mich! Da wäre ich sehr dankbar!
Im nächsten Artikel geht’s um wörtliche Rede. Da sollte man sich nämlich auch informiert haben, bevor man anfängt zu schreiben..

Mein Fazit: Lasst euch vom ersten Satz nicht unter Druck setzen, er wird noch oft geändert. Einfach losschreiben, darum kann man sich später kümmern. Irgendwann kommt einem schon eine gute Idee! Für mich sollte er knackig, witzig und/oder skurill sein oder einfach Fragen aufwerfen. Bei gähnend langweiligen Beschreibungen von unwichtigen Sachverhalten lege ich das Buch allerdings zurück!

Eure Tipperin!

Dumme Fragen, lustige Antworten! – Ach, bist du etwa schon hier?

Aloha!

Heute habe ich mal eine Frage, vielleicht gibt es ja kreative Ideen aus eurem Alltag.

Ich suche für meinen Krimi zur Auflockerung quasi „Alltagsdummheit“. Damit meine ich blöde Fragen, die eine sarkastische Antwort ermöglichen. Hier ein paar Beispiele aus meinem Leben:

Es regnet draussen, jemand kommt durchnässt rein.
Frage: Bist du nass?
Antwort z.B.: Nein, ich habe mich heute einfach mal vorm Duschen angezogen.

Jemand ruft auf Festnetz an.
Frage: Hallo, wo bist du denn?
Antwort: Ich hatte keine Lust mein Handy extra mitzuschleppen, deshalb habe ich mein Festnetztelefon bei Burger King angeschlossen..

Es gibt bestimmt eine Menge dummer Fragen, mir begegnen sie ständig. Diese einfachen Fragen, die etwas komplett offensichtliches erfragen, würden mir wirklich helfen.
In meinem Buch soll nämlich ein Praktikant in einem Hotel immer mal dumme Fragen in der Art stellen. Also so beim Servieren von Essen und trinken, beim einchecken, beim Gepäck hochtragen oder am Telefon.

Fällt euch da vielleicht etwas ein? Ich bekomme solche fragen oft mit, aber nun wo ich angestrengt drüber nachdenke bekomme ich nicht so viel lustiges zusammen wie ich dachte. Ich freue mich über eure lustigen Beispiele und danke!

Orson Welles, ein schlauer Mann