Aller Anfang ist schwer! Das Buch mit Köpfchen starten. Teil 1 – Themenfindung

Moin liebe Leser!

Im Folgenden Artikel geht es darum, einfach mal mit dem Schreiben eines Buches anzufangen. Einfach drauf los schreiben oder eher alles genauestens Planen? Handwerkszeug recherchieren oder einfach mal schauen? Ich erzähle euch, wie es bei mir war. Und daraus ergeben sich gleichzeitig Warnungen und Tipps..
Im ersten Teil heute geht es um die Themenfindung. Dieses gilt weniger für Sachbücher, lässt sich hier aber definitiv auch anwenden. Falls du, lieber Leser, dein Themafür den Roman schon genau im Kopf hast aber noch nicht mit der Umsetzung anfangen konntest: Warte auf meinen nächsten Artikel – in der Zwischenzeit kann dieser Artikel hier aber auch nicht schaden..

Wie hofft hört man Sätze wie „Ich möchte irgendwann ein Buch schreiben!“ oder „Da sollte man wirklich mal ein Buch drüber schreiben!“.

Ich glaube, dass wirklich viele Menschen ein gutes Buch schreiben könnten. Viele haben Unglaubliches erlebt. Andere haben vielleicht nichts Großartiges erlebt, sind aber sehr kreativ. Wieder andere haben erhebliches Wissen auf einem Fachgebiet. Manche haben vielleicht einfach eine gute Idee.
Wie schon im Titel angesprochen, ist aller Anfang schwer. Besonders wenn man noch nie ein Buch geschrieben hat, sitzt man dann hochmotiviert und gleichzeitig auch hochüberfordert am Schreibtisch. Sicherlich ist das genaue Vorgehen immer eine Frage des Typs. Wer in seinem gesamten Leben alle Dinge penibel ordnet und plant, wird sich nicht spontan an den Schreibtisch setzen und ohne Planung einen Bestseller schreiben. Wer andererseits kreativ und intuitiv sein Leben so meistert wie es gerade kommt und seine Ideen fortwährend ändert und optimiert, wird eventuell Schwierigkeiten mit einem exakt ausgearbeiteten Plan haben.

Bei mir war es so:
Ich wollte wirklich schon sehr lange ein Buch schreiben. Ein Krimi sollte es sein, dass war klar. Ich liebe Krimis, ich habe meine Bachelor-Arbeit im Bereich Kriminologie geschrieben und einfach schon immer Interesse für diese Art Bücher, Filme und Geschichten. Oft habe ich drüber nachgedacht, wie ich meine Art von Krimi verwirklichen kann. Mir war schnell klar, dass ich mich selbst nicht einfach ins kalte Wasser stürzen kann. Ich habe einen harten Job, dachte aber monatelang sehr oft über ein mögliches Buch nach. Irgendwann bei einer groben Internet-Recherche stieß ich auf folgende Weisheit:

Schreiben sie ihr erstes Buch in einem Bereich, in dem sie sich sehr gut auskennen.

Dahinter stand zusammengefasst die Logik, dass man beim ersten Buch an der Recherche sparen sollte. Denn die anderen Dinge (z.B. Dialoge, Form, Aufbau..) nehmen ein Gehirn schon ziemlich in Anspruch, vor Allem wenn man sie das erste Mal macht.

Das war mal ein guter Denkanstoß. Was sind also meine Fachgebiete? – Mein Job als Teammanagerin eines Basketballclubs war da natürlich etwas Besonderes. In diesem Job habe ich viel mit Basketball, Amerikanern, verschiedensten Charakteren und der öffentlichen Aufmerksamkeit für die Mannschaft in der Umgebung zu tun. Als ich in diese Richtung dachte, eröffnete sich mir direkt eine Idee:
Den gewünschten Krimi zum Mitraten im Stil von Agatha Christie und Co. Verlegte ich gedanklich in die mir bekannte Welt: eine Basketballmannschaft! Nach jahrelanger Beschäftigung in diesem Feld hatte ich nicht nur das Wissen, wie so ein Basketball-Team funktioniert. Ich hatte auch viele Spieler erlebt. So habe ich eine gute Vorstellung davon, wie die einzelnen Charaktere die Mannschaft beeinflussen, wie die Umgebung reagieren kann und generell einfach wie der Alltag als Spieler/Trainer/Betreuer in der Basketball-Welt aussieht. Das Thema war gefunden: Eine Basketballmannschaft, einer davon stirbt, einer der Menschen die zum Tatzeitpunkt im abgeschlossenem Raum des Mordes waren (in meinem Fall ein Bus) muss der Täter sein.
Natürlich war bis jetzt doch noch einiges an Recherche zu unternehmen. Es hätte allerdings wahrscheinlich wesentlich länger gedauert, wenn ich mir dieses Thema hier ausgesucht hätte:

10 Experten auf dem Gebiet der Leishmaniose (Tropenkrankheit) begeben sich auf eine Erkundungstour nach Peru. Im Dschungel schlagen sie ihr Lager auf. Jede Nacht rafft es einen der Forscher dahin. Hat eine neue Tropenkrankheit zugeschlagen, oder gar einer der Wissenschaftler selbst?

Probleme: Ich habe keine Ahnung von Tropenkrankheiten. Ich war noch nie in Peru, kenne niemanden aus Peru und habe auch sonst keinerlei Verbindung zu diesem Land. Ich war noch nie im Dschungel. Meine Erfahrung in punkto Zelten gipfelte bis jetzt in einem dreitägigen Zeltlager in der 4. Klasse. Die Chancen, dass ich das obengenannte Szenario glaubwürdig beschreiben kann, streben gegen Null. Um an den Punkt zu kommen diese Glaubwürdigkeit aufs Papier legen zu können, muss ich sehr viel Zeit vielen tiefgründigen Recherchen verbringen.

Wie soll man sich bei solch dramatischen Anforderungen an die Recherche und das Eintauchen in eine komplett fremde Welt noch angemessen mit korrekten, flüssigen Dialogen oder einem bestimmten Stil befassen? Da wird man doch wahnsinnig. An solche Herausforderungen sollte man sich meiner Meinung nach erst heranwagen, wenn man bereits ein paar Bücher veröffentlicht hat.

Mögliche Herangehensweisen, wenn man ein Buch schreiben möchte:

Du hast etwas Unglaubliches erlebt? – Schreibe es auf. Falls du an Bord eines sinkenden Schiffes warst und überlebt hast, dann ist das der Hammer. Die Geschichte ist sicherlich nichts Neues, aber es ist deine Geschichte. Und sie hat potential. Ich empfehle trotzdem, vorher mal in ähnliche Werke reinzuschnuppern und dann einen eigenen Weg zu wählen. Falls man nicht selbst so etwas erlebt hat, kann einem ja ein anderes Buch oder ein anderer Film inspiriert haben. Um bei unserem Beispiel des sinkenden Schiffes zu bleiben, könnte das überlebende Pärchen der Titanic ja zur Abwechslung mal die Tür teilen, auf der Kate überlebt. Die Tür sieht für zwei Personen wirklich groß genug aus, aber nein im Original stirbt Leonardo lieber im Wasser als sich zu seiner Geliebten auf die Tür zu wuchten. Wie könnte es nach der Story weitergehen?

Du bist ein Experte deines Faches? – Schreibe es auf. Stecke vorher genau ab, was du wie aussagen möchtest. Gliedere dein Werk, aber schweife nicht zu sehr ab. Biete etwas ganz neues. Oder fasse den Zeitgeist des Themas treffend zusammen. Hier ist die Überlegung ähnlich der Themenfindung für eine Abschlussarbeit etc. – mit dem großen Unterschied: Bei der Abschlussarbeit sind die Prüfer gezwungen, dein Werk zu lesen und zu bewerten. Im Haifischbecken des Buchmarktes ist niemand gezwungen, ganz im Gegenteil: du willst, das Menschen für dein Buch Geld ausgeben.

Du bist kreativ? – Finde etwas Gutes, arbeite dran, Schreibe es auf. Lass dich inspirieren und die Geschichte zu dir kommen. Bevor du drauflos schreibst, wäre eine ungefähre Vorstellung der gesamten Geschichte nicht schlecht- je nachdem in welchem Genre du schreibst.

Du hast eine gute Idee? – Schreibe sie auf! Wie vom Blitz getroffen, kommt dir nach 30 Minuten auf dem Stepper ein Geistesblitz, als die 150kg schwere Frau im gelben Jogginganzug sich an der Langhantel versucht? Oder als dein Chef die sexy Sekretärin feuert, weil sie ihn sexuell belästigt hat? Vielleicht siehst du auch einfach aus dem Fenster und siehst, wie ein Eichhörnchen eine Nuss ausgräbt. Was, wenn das arme Tier die Orientierung verloren hat und eine Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg ausbuddelt? Falls dich ein genialer Einfall überkommt, rate ich zu Folgendem: Aufschreiben, nicht vergessen, gucken ob es das schon gibt und überlegen was sich aus der Story machen lässt.

So ist es bei mir: Mein Krimi soll nicht einfach 0815 sein, man soll wirklich mitraten und am Ende überrascht und unterhalten sein. Meine Idee mit dem Basketball- Team war etwas zum drauf-aufbauen. Also überlegte ich mir einen guten Grundstein mit den Personen, Mordarten usw.

Die Story ist schon einmal ein guter Anfang, aber noch lange nicht alles. Denn ich muss ja schon einen Plan für die Story haben, bevor ich anfange zu schreiben. Den Plan hatte ich, wie habe ich also angefangen meine Story umzusezen?

Dazu erfahrt ihr im nächsten Artikel mehr!

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Ich schreibe ein Buch – Tipptease – Start des Blogs

Tipptease, was soll der Scheiß? Abgeleitet von Striptease, laut Duden definiert als: (in Nachtlokalen, Varietés) Vorführung von erotisch stimulierenden Tänzen, kleinen Szenen o. Ä., bei denen sich die Akteure nach und nach entkleiden. STRIP im Sinne von ausziehen und entblöden, TEASE im Sinne von reizen und necken. Gut, tease kann übersetzt auch belästigen meinen oder gar als „Plagegeist“ übersetzt werden. Das ist natürlich nicht gewollt, aber dann im Falle eines Nichtgefallens meines Blogs dann sogar wieder gekonnt..

„Juhu, das Weib reißt sich gleich in ihrem Blog die Kleider vom Leib!“, denkt jetzt vielleicht so manch männliches Wesen.

Das bin ich: Die Tipperin

Keine Angst, ich möchte in meinem Blog nicht die Hüllen fallen lassen -zumindest nicht die Bekleidung. Vielmehr möchte ich euch mitnehmen an meinen Schreibtisch, denn dort versuche ich momentan meinen Traum zu verwirklichen: Ich möchte ein Buch schreiben. Ein Krimi, genauer gesagt. Diese Einstellung, „mal eben so“ ein Buch zu schreiben, hatte ich eigentlich nie. Dass es so mühselig, endlos und hart werden würde, hatte ich dann aber bei der simplen Idee auch wieder nicht vermutet.

Mein Blog bietet zukünftig mehrere Möglichkeiten für die hoffentlich zahlreichen Leser:

-Motivation. Ich bin nicht Einstein, Oscar Wilde oder Agatha Christie. Trotzdem bin ich schon gut dabei, mit dem Buch. Und das, obwohl ich in letzter Zeit wenig Zeit zum Schreiben finden konnte.

-Tipps. Alle anfänglichen Probleme, die mich Nerven, Zeit und Korrektur kosteten, kann ich euch hoffentlich ersparen. Getreu dem Motto mi casa es su casa(Mein Haus ist dein Haus) arbeite ich nicht, meine Stolperfallen sind nicht deine Stolperfallen..

-Dabeisein. Denn das ist manchmal schließlich sogar Alles. Ihr bekommt mit, wie ich ein Buch schreibe. Dabei ist bestimmt nicht immer alles eitel Sonnenschein. Ich hoffe ihr bekommt dann auch irgendwann mit, wie ich mein Buch veröffentliche, aber soweit sind wir jetzt leider noch nicht.

-Hilfe leisten. Vielleicht sind manche Leser ja schon viel weiter als ich, und können mir aus einer misslichen Lage helfen. Ich freue mich immer über Kommentare, die Bekanntschaft mit Gleichgesinnten und Vernetzung.

Mein Buch

Mein Krimi spielt an einem Küstenstädchen im Norden Deutschlands. Eine komplette Basketballmannschaft sieht sich auf einmal mit einem Mord konfrontiert. Der Mörder kann nur einer des inneren Kreises um die Mannschaft sein, Spieler, Trainer und Betreuer trauen aneinander nicht mehr über den Weg. Die kleine Stadt steht Kopf, aber the show must ja bekanntlich go on..
Agatha Christie ist mein Vorbild, aber sie ist leider schon tot. Es kommt nix Neues von ihr und meine Generation hat auf Grund der alten Geschichten (ihre Bücher erschienen ca. 1920-1975, werden aber immer noch produziert) noch nie von ihr gehört oder aber kein Interesse an dem verstaubten Stoff. Gut, man tut sich natürlich schwer wenn Frauen noch verschämt ein Stofftaschentuch fallen lassen um einen Mann an die Angel zu bekommen. Viele wissen sicherlich nicht einmal, das es einmal Stofftaschentücher gab..
Zurück zum Thema. Mein Buch wird also ein Krimi. Wie Agatha Christie versuche ich, mich auf die Liste der Verdächtigen zu konzentrieren. Ein Mord geschieht in einem Szenario, nur eine bestimmte Anzahl Personen kann der Täter sein. Durch Gespräche, Nachdenken und Charakterisierung wird dem Täter auf die Schliche gekommen – nicht durch die modernen Ermittlungsmethoden im Labor (CSI lässt grüßen). Diese Dinge faszinieren mich beim lesen oder anschauen eines Krimis vielmehr als die Spurensuche im Labor.
Natürlich gibt es eine junge, dynamische Hauptperson. Natürlich gibt es auch eine Person, die es ihr angetan hat. Natürlich gibt es Hinweise und Fehlschläge. Natürlich muss der Leser mitraten, während die Zeit tickt und die Gefahr steigt. Tick Tack, Tick Tack, Tick Tack..
Ihr müsst nicht zwangsläufig Krimis, Basketball oder meine Herangehensweise mögen um meinen Blog zu mögen. Viele Artikel werden die Themen Schreiben, Handwerkszeug und Motivation haben. Falls ihr etwas lesen wollt, welches durch die Attribute stocksteif, langweilig und nüchtern besticht, dann kann ich meinen Blog nicht wirklich empfehlen..