Rezension: Es geschah im Dunkeln von Carol O`Connell

es geschah im dunkelnAm New Yorker Broadway wird ein Theaterstück aufgeführt, welches eine recht tödliche Wirkung auf die Zuschauer hat. Am Tag der Premiere und auch am zweiten Tag stirbt in einer Szene mit totaler Dunkelheit einer der Zuschauer. Das wohl eher mittelmäßige Stück sorgt so für eine Sensation, auf einmal ist der Andrang hoch und die Frage nach dem zweiten Teil des Stücks wird lauter. Als Detective Mallory mit ihrem Kollegen Riker am Tatort auftaucht, hat sie es mit vielen merkwürdigen Zeugen zu tun, allen voran die Darsteller selbst. An dem Theater gehen merkwürdige Dinge vor sich.

Stil, Machart, Meinung

Die Idee der Story, die Detectives, spannende Randfiguren, geschickt eingestreuter Humor und eine gruselige Tat aus der Vergangenheit – all das klingt nach einer tollen Idee. Nach einem Buch, wie für mich gemacht. Tja und dann ist dieses tolle Grundgerüst, und es ist so unglaublich zäh und langatmig geschrieben, dass ich es nicht bis zum Ende lesen konnte und wollte. Die Schreibe an sich finde ich nicht mal schlecht, es gibt nur so unglaublich viele unwichtige Dinge, lange Szenen und Überflüssiges.

Ich habe also nach ungefähr einem Drittel abgebrochen, denn der dicke Wälzer mit der kleinen Schrift macht es dem Leser an sich schon nicht leicht – aber der zähe Inhalt tut einfach sein übriges. Ich habe das Buch in der Hoffnung auf eine andere Meinung noch einer Freundin gegeben, die hat es aber leider noch früher abgebrochen.

Interessant finde ich die Idee, die einzelnen Kapitel mit kurzen (wenn auch merkwürdigen..) Dialogen aus dem Theaterstück zu Beginnen. Und wie gesagt: Die Idee, während eines Theaterstückes bei einer bestimmten, dunklen, Szene jemanden zu ermorden und die Suche nach dem Mörder ist eine tolle Idee. Die hat echt viel Potential. Aber dieser Thriller der ist eher zum einschlafen.

Was lernen wir daraus?

Nach dem Abbruch des Buches habe ich noch mal zu diesem Buch recherchiert, ich wollte wissen ob die laut KrimiZeit-Bestenliste „eine der besten Kriminalschriftstellerinnen der Welt“ tatsächlich irgendwie erfolgreich ist. Und was fällt mir da auf? Dieses Buch ist Band 11 der Reihe um Detective Mallory. Band 11! Ich werde keinen Vorgängerband lesen, um zu schauen ob die anderen auch so zäh sind, aber anscheinend finden Leute diese Reihe gut. Vielleicht schwächelt ja nur dieser Band? Ich finde es immer wieder verwirrend, wenn auf Büchern nicht mal eine Anmerkung dazu existiert, dass das Buch Teil einer Reihe ist. Teil 11.. darauf sollte man einem unwissenden Leser vielleicht doch hinweisen. Ich lerne also, mal wieder, dass ich vielleicht doch vor jedem Buchkauf sicher gehen sollte, dass ich nicht inmitten einer weit fortgeschrittenen Reihe einsteige. Viele Autoren schaffen es, für beide Lesergruppen – Quereinsteiger und Fans der ersten Seite – ein gutes Leseerlebnis zu schaffen. Ich denke da zum Beispiel an meinem Einstieg in die Alex Recht-Reihe von Kristina Ohlsson bei Band 5 – das war gar kein Problem und ich habe danach Band 4 gelesen…

Fazit

Wer Probleme mit dem Einschlafen hat, könnte durch dieses Buch eventuell eine Wunderheilung erfahren. Es ist zäh, langatmig und entspricht überhaupt nicht den zuvor geschürten Erwartungen. Story und Personen sind durchaus gut, wobei letztere auch zu zahlreich vertreten sind und man oft keine Ahnung hat, wer das denn nochmal war. Auch die Verbindung in die Vergangenheit ist interessant. Aber leider muss ich tatsächlich einen Stern geben. Wegen der Story hätte ich ja noch 2 gegeben, aber da genau diese auch hohe Erwartungen geschürt hat und diese dann enttäuscht wurden, gibt´s nur einen Stern. Wenn ich ein Buch nicht bis zum Ende durchhalte – und das will schon was heißen – dann ist das wohl die höchstmögliche Wertung.

Hier gibt es die Details zum Buch auf der Seite des Verlags

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Rezension: Es klingelte an der Tür von Rex Stout

Rex Stout es klingelte an der TürEs klingelte an der Tür von Nero Wolfe, und der Privatdetektiv sah sich direkt mit einem lukratien und ungewöhnlichen Auftrag konfrontiert. Die reiche Rachel Bruner hat ein Enthüllungsbuch über das FBI gelesen und fand es so gelungen, dass sie direkt 10000 Exemplare gekauft und an wichtige Leute verschickt hat. Das FBI scheint weniger entzückt von dem Buch und der reichen Frau, woraufhin sie nun von der Behörde überwacht wird. Der Privatdetektiv soll dafür sorgen, dass das FBI damit aufhört und stößt nebenbei auch noch auf einen ungeklärten Mordfall. In Anbetracht des Schecks über 100000 Dollar erklärt er sich damit einverstanden, diesen unlösbaren Fall zu lösen.

Rex Stout, Nero Wolfe und die Reihe

Ich hatte auch vor diesem Buch schon 2 oder 3 Bücher von Rex Stout gelesen, aber das ist auch schon sehr lange her. Es gefiel mir immer, aber Agatha Christie fand ich dann doch immer besser. Nero Wolfe und sein Assistent Archie Goodwin ermitteln in New York, wobei der wohlbeleibte Nero Wolfe es vorzieht dabei möglichst wenig das Haus zu verlassen. Die Erzählungen sind in der Ich- Perspektive aus der Sicht des Assistenten geschrieben. Das Original „The doorbell rang“ wurde 1965 veröffentlicht, in Deutschland erschien es 3 Jahre später als „Per Adresse Mörder X“ und war Buch 28 der Reihe um Nero Wolfe, die insgesamt aus 33 Romanen und 41 Erzählungen besteht.  Als nun diese Neuauflage in meine Hände geriet, hat mich sofort die neue Version des kleinen Büchleins begeistert. Die Retro – Aufmachung finde ich sehr passend und hochwertig. Viele Details und Personen sind dem Quereinsteiger in dieser Reihe komplett unbekannt, daher sollte man wohl chronologisch vorgehen, muss aber auch nicht.

Stil, Machart, Meinung

Auf dem Cover gibt es keinen Hinweis darauf, was dieses Buch denn nun ist. Ich würde es mal Kriminalroman nennen, eine klassische Story über die Ermittlung von 2 Privatdetektiven mit einem Mord in der Nebenhandlung. Da sich die Detektive mit dem FBI anlegen und durch manche Gedankengänge, hat das Ganze auch eine politische Dimension die nicht nur damals, sondern auch heute aktuell ist.

Besonders amüsiert haben mich viele Dialoge und Bemerkungen, die genau mein Humor sind.  Etwas vermisst habe ich einen etwas tiefergehenden Hintergrund der Hauptpersonen dieses Buches. Die Personen Wolfe und Goodwin fand ich hingegen sehr gut dargestellt, mich als Gourmet haben übrigens die auffällig vielen Beschreibungen von Essen (der damaligen Zeit) begeistert. Ich denke, der Autor hat Essen sehr geliebt. So viel Raum das Essen bekommt, so wenig Raum bekommen die Beweggründe der handelnden Personen. Die Erklärungen sind da meiner Meinung doch sehr dünn und nicht so ganz nachvollziehbar. Der Kniff von Nero Wolfe zur Lösung der Fälle ist jedoch wieder gut, und das Nachwort von Jürgen Kaube sowie Fundstücke über Wolfe und Goodwin aus dem Rex – Stout- Archiv am Ende finde ich auch sehr gelungen.

Die Geschichte an sich ist eher kurz, wobei sie mir doch an manchen Punkten zu ausschweifend war, an anderen hätte ich mir ruhig mehr Hintergrundinformationen gewünscht, die die Motive der Personen und damit deren Handlungen besser erklären.

Was haben wir daraus gelernt?

Mal wieder habe ich gelernt, dass gut dargestellte Ermittler den Erfolg einer Reihe garantieren können. Über den Erfolg der Reihe und der Ermittler lässt sich nicht streiten, deshalb möchte ich meine Kritikpunkten vom vorherigen Absatz nicht als Fehler bezeichnen – der Mann hatte einen riesigen Erfolg und das Ganze ist Geschmackssache. Die Ermittler auf jeden Fall sind ganz sicher ein Lottogewinn. Der 140kg schwere Boss, der sich besonders der Zucht von Orchideen, dem Genuss von Essen und der Literatur verschrieben hat. Er möchte (wie Hercule Poirot) den Schreibtisch möglichst nicht verlassen (das Gewächshaus mal ausgenommen!), und dafür hat er seinen Assistenten als Ermittler in der verhassten Außenwelt. Dieser macht einen soliden und zunächst langweiligen Eindruck, gewinnt den Leser dann aber schnell mit seinen ironischen Beobachtungen und besonders auch seiner Leidensfähigkeit gegenüber der Merkwürdigkeiten seines Chefs für sich. Diese Kombination ist super!

Fazit

Ein Kriminalroman der alten Schule, mit wenig Mordfall und keinem Blut. Ein Privatdetektiv, der das FBI überlisten will, ist ja schon eine gute Idee. Ich hätte die Geschichte wesentlich besser gefunden, wenn mir die Motive besser beschrieben worden wären, da gäbe es eine Menge Potential. Das Ermittlerduo, das Leben im Hause Wolfe und das viele Essen fand ich gelungen. Am besten waren aber die humorvollen Dialoge und Beobachtungen. Ich vergebe 3 Sterne und schließe es nicht aus, noch mal ein Buch aus dieser Reihe zu lesen.

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Rezension: „Die Frau an der Schreibmaschine“ von Suzanne Rindell

Die Frau an der SchreibmaschineDie Frau, die in diesem Buch aus ihrer Perspektive von interessanten Entwicklungen auf einem Polizeirevier erzählt, lebt in den Zwanzigern in New York. Rose Baker wuchs als Waisenkind bei Nonnen auf und kam glücklicherweise in den Genuss einer guten Ausbildung. Deshalb, und hier fragt man sich ob es für alleinlebende Frauen in punkto Gleichstellung im Beruf damals so gut lief, arbeitet sie hart als Stenotypistin auf einem Police Department und kann sich dadurch nur ein halbes Zimmer (mitsamt schrecklicher Zimmergenossin) in einer schäbigen Pension leisten. Ihr Arbeitsalltag ist davon geprägt, dass sie bei den Verhören von Dieben, Mördern und sonstigen Kriminellen Protokoll führt. Sie ist sehr fleißig, genau und gut im Job und hat hohe Moralvorstellungen. Außerdem ist sie wohl vernarrt in den Sergeant.
Ihr normales, ereignisloses Leben ist für die sehr unscheinbare Rose vorbei, als Odalie eingestellt wird. Vom ersten Augenblick an ist die langweilige junge Frau fasziniert von der schillernden Persönlichkeit der neuen Arbeitskollegin. Sie beobachtet sie fortwährend und möchte unbedingt mit ihr befreundet sein, tatsächlich führt sie sogar Buch über die Aktivitäten von Odalie. Bald trifft der Wunsch tatsächlich ein und ihr Leben ändert sich schlagartig. Sie zieht bei Odalie ein und führt nun ein verschwenderisches Leben, welches meistens nicht ihren ursprünglichen Moralvorstellungen entspricht. Mit der neuen Freundin und Mitbewohnerin treibt sie sich zu den Zeiten der Prohibition in den illegalen Flüsterkneipen herum, trinkt, raucht und trägt verboten kurze Röcke. Sie gerät schnell immer tiefer in den dunklen Strudel, der sich um Odalie rankt. Und bald sitzt sie so richtig tief in der Scheisse..

Mein Leseerlebnis, die Machart

Wie eingangs erwähnt, liest der Leser diesen Roman aus der Sicht von Rose Baker. Zunächst ging es für mich etwas zu ereignisreich los, sodass ich ehrlich gesagt nicht gerade vom Buch gepackt war. Trotzdem ist der Reiz der Geschichte von Anfang an da. Denn schon auf den ersten Seiten des Buches breitet sich das bedeutungsschwangere Gefühl aus, dass etwas Schlimmes passieren wird. Geschickt macht die Autorin durch die Perspektive der unscheinbaren Rose klar, dass die Freundschaft zu Odalie die Hauptperson ins Verderben führen wird. Wie das geschieht, wird dem Leser Stück für Stück näher gebracht. Dabei fällt besonders die Liebe zu den Details auf, die die Autorin an den Tag bzw. in die Seiten legt. Durch die detaillierten Beobachtungen, die Rose niederschreibt, wird dem Leser langsam aber sicher klar, was Sache ist. Rose selbst ist dabei in der Erkenntnisfindung nicht so schnell wie der Leser selbst, und gerade diese Stimmung finde ich sehr gelungen konstruiert. Auch, wie sich Rose immer weiter rechtfertigt und ihre Motiv mehr und mehr erläutert –während der Leser noch nicht einmal weiß, was ihr denn am Ende zur Last gelegt wird, ist hervorragend.
Ich hatte an einigen Stellen definitiv das Gefühl, die Erklärungen und die Irrungen und Wirrungen der Vergangenheit waren etwas zu ausführlich dargestellt. An anderen Stellen fand ich die Sätze und die Beschreibungen ganz allgemeiner Sachverhalte oder Gefühle ganz unglaublich gelungen. Manche Details werden später wieder wichtig, andere hätte man sich dann tatsächlich auch schenken können. Diese Meinung wird sicherlich nicht jeder Leser des Buches mit mir teilen, wer meine bisherigen Rezensionen kennt weiß bereits von meiner Vorliebe für schnörkellose Beschreibungen. Ein Großteil der Details und Gedanken sind der Geschichte dienlich oder auch einfach interessant. Auf einen kleineren Teil hätte ich gern verzichtet –manchmal schweifte ich merklich ab.
Ich bemerkte bereits, wie sich von Anfang an ein dramatisches Ereignis mit ebenso dramatischen Folgen für die Ich-Erzählerin ankündigten. Je weiter man liest, desto weiter wird das Ausmaß klar und desto mehr Ideen bekommt der Leser davon, was wohl passieren wird. Das Ende ist keineswegs enttäuschend (ich erinnere da nur an mein letztes Buch „Wintergäste“, wo das so lang ersehnte Ende dann unglaublich enttäuschte), der Leser ist einerseits befriedigt von der interessant konstruierten Auflösung und wird trotzdem mit einem etwas mulmigen, mysteriösen Gefühl zurückgelassen.
Besonders gelungen ist die Beziehung zwischen Rose und Odalie. Zuerst konnte ich Rose überhaupt nicht verstehen und fand sie schon etwas merkwürdig, wie sie sich so stark für die Arbeitskollegin interessierte. Aber durch die detaillierten Ausführungen, wie Odalie auch auf andere Menschen eine faszinierende Wirkung ausübte einerseits und dem Wunsch von Rose nach einer besten Freundin und Zuneigung andererseits versteht man diese ungleiche Beziehung dann doch. Mehr möchte ich hier nicht verraten, doch es sei gesagt: Menschen werden sterben.

Ein wenig in die Irre geführt fühle ich mich vom Klappentext und den kurzen Empfehlungssätzen. Ich dachte irgendwie, das Buch würde mehr von den Verwicklungen auf dem Polizeirevier handeln. Ich hatte mir vorgestellt, dass Rose beim Mitschreiben der Verhöre etwas ganz raffiniertes einfädelt, aber dem war nicht wirklich so (nur ein bisschen..). In einer Empfehlung von Kirkus Reviews fällt auch das Wort „rasant“, welches ich hier auch nicht angebracht finde. Treffender ist da die Zusammenfassung von Booklist: „Ein raffinierter Thriller über falsche Freunde, Obsession und das Leben der Singlefrauen im New York der Roaring Twenties.“

Was ist das denn jetzt für ein Genre und wer sollte das Buch lesen?

Ich mag die Einteilung nach Genres einerseits sehr, denn nur so kann ich auf Anhieb ein Buch finden, welches meiner Stimmung und meinen Vorlieben gefallen wird. Andererseits gibt es so viele Bücher, bei denen man das garnicht so genau sagen kann. Hinter einem Regionalkrimi kann entweder ein Reiseführer mit etwas Mordhandlung stecken (siehe: Der Tote am Gletscher) oder andererseits ein ganz hervorragend konstruiertes 5-Sterne- Meisterwerk, welches viel mehr beachtet werden sollte als es das Cover hergibt (siehe: Mainleid). Ein Roman kann lustig, langweilig oder traurig sein. Und wo ist ein Thriller ein Thriller und ein Krimi ein Krimi?
„Die Frau an der Schreibmaschine“ ist laut Cover ein Roman, und da stimme ich auch zu. Die sich immer weiter aufbauende Spannung und die besondere Sicht auf „den Täter“ sowie die unheilvolle Stimmung und am Ende dann auch Mord gehen etwas in Richtung Thriller – wobei ein Thriller wahrscheinlich noch etwas furioser und weniger in Richtung Charakterstudie und Beziehungsgeflecht geht. Die besondere Zeit, die Zwanziger in New York, bringen noch einen weiteren schönen Aspekt in die ganze Sache. Ich, 1984 geboren, war dort gedanklich zuvor noch nicht und habe einen guten Einblick in die damaligen Gepflogenheiten erhalten. Das macht dieses Buch zusätzlich interessant.
Als Zielgruppe würde ich in erster Linie Frauen benennen. Ich denke, Männern wären die weitreichenden Aspekte der Frauenfreundschaft und unterschwelligen Details etwas zu langweilig, während Frauen ja auch im realen Leben eher auf genaue Beobachtungen mit unterschwelligen Hinweisen und Interpretationen stehen..
Grundsätzlich sollten die ganz hartgesottenen Fans von blutrünstigen Thrillern und Krimis sich die Lektüre eventuell zweimal überlegen, denn hier geht es einfach mehr um die Beziehung von zwei Frauen, welche unterschiedlich und unausgeglichen ist und ein böses Ende nimmt. Ich lese auch gern die blutigen Krimis und Thriller, fand dieses Spiel mit dem Leser und die unheilvolle Stimmung allerdings gut.

Was lernen wir daraus?

-Unheilvolle Stimmung und mysteriöse Andeutungen halten den Leser auch über etwas langweiligere Strecken bei der Stange. Also unbedingt mal ein paar dahingehende Andeutungen machen, das kann nicht schaden. Das kommt natürlich aufs Buch an..
-Ungleiche Hauptpersonen und der Einfluss oder die Abhängigkeit der Personen sind immer gut. Natürlich muss auch das zum Buch passen. Hier haben wir zwei ungleiche Frauen und eine große Abhängigkeit und Bewunderung. Es kann aber im Krimi oder Thriller auch das Zusammenspiel von Jäger und Gejagtem, Retter und Geretteten, Täter und Opfer usw sein. Wenn man so ein Beziehungsgeflecht glaubwürdig und für die Handlung förderlich aufbaut, macht es das Buch unglaublich interessant.

Fazit

Ich gebe diesem Roman 4 von 5 Sternen. Die Geschichte entspricht nicht meiner „normalen“ Lektüre von Krimis und Thrillern, kommt aber auch gut nur mit der Beschreibung der Beziehung von zwei ungleichen Frauen und unheilvoller Stimmung bis zum furiosen Ende hin aus. Besonders die gelungene Einbettung der Handlung in das New York der „Roaring Twenties“ fand ich interessant und eine Abwechslung zum sonstigen Lesestoff, auch die filigrane Auflösung der Verwicklungen lies mich nach dem Zuklappen des Buches begeistert zurück. Für 5 Sterne und laute Lobhudelei hätte ich dann jedoch noch ein paar Längen weniger und so manche unvorhergesehene Wendung bevorzugt.