Rezension: Thousand Islands – Die Geister von Swanton – von Tessa Wegert (Shana Merchant #2)

Die Ermittlerin Shana Merchant erhoffte sich ein beschauliches Leben in der Thousand- Islands- Region (liegt zwischen Kanada und den USA und besteht aus genau 1864 Inseln). Das hat sie auch bitter nötig, denn nachdem ein Serienkiller sie gefangen hielt musste sie sich in Band 1 eingestehen, dass sie an einer Posttraumatischen Belastungsstörung leidet. Gerade, als über ihre Rückkehr in den Polizeidienst entschieden werden soll, passieren 2 Dinge: In ihrer Heimatstadt wird das Skelett ihres seit Jahrzehnten verschwundenen Onkels gefunden und ein kleiner Junge verschwindet auf einer der Inseln. Shana muss sich nun in einem Fall mit ihrer eigenen Familie und ihren verblassenden Erinnerungen befassen, während im anderen Fall das Leben eines Kindes auf dem Spiel steht. Und irgendwie ahnt sie, dass die Fälle miteinander zusammen hängen..

Stil, Machart, Meinung

Im zweiten Fall für die interessante Ermittlerin Shana Merchant und ihr sympathisches Team ist einiges los. Der eine Fall ist sehr aktuell und es geht im Kampf um Leben und Tod und jede Minute. Der andere Fall ist nicht mehr ganz so aktuell, denn die sterblichen Überreste des vermissten Onkels lagen nun schon wirklich lange am gleichen Ort rum – während die Familie all die Jahre lang glaubte, er wäre umgezogen. Die Autorin mischt gekonnt die Gegenwart mit Sequenzen aus der Vergangenheit. Erst langsam offenbart sie dem Leser, wie die Vergangenheit und die Gegenwart zusammenpassen. Der Fall aus der Vergangenheit ist ein eher ein „Whodunnit“-Krimi, während der aktuelle Fall ein Thriller ist, der sich daraus ergibt.

Die Autorin hat die Sache mit den Kapiteln und Perspektivenwechseln echt drauf. Gekonnt baut sie Spannung auf, während sie den Leser gleichzeitig mit in die Vergangenheit nimmt. Der Kriminalroman ist tatsächlich ein vielschichtiger Kriminalroman, der auch viel Thriller in sich hat. Die Personen sind gut beschrieben und die Hauptperson hat es nicht leicht. Sie muss sich die Frage stellen, ob ihre Familienmitglieder etwas verbergen. Und der Täter möchte gern ein Spiel mit ihr spielen. Ein sehr persönliches..

Was lernen wir daraus?

Ich habe es sicherlich schon mal gelernt, und ich lerne es immer gern wieder: Wenn ein Krimiautor einen Fall aus der Vergangenheit geschickt mit der Gegenwart verknüpfen kann, dann mag ich den Krimi in der Regel. Man braucht mehrere Personen von damals, die ihre Version der lange vergangenen Ereignisse schildern. Und es muss ja auch jetzt noch wichtig sein, denn wenn vom damaligen Fall eh alle tot sind und keine weitere Gefahr besteht dann gähnt der Leser sich ja oft nur durch die Seiten.

Fazit

Der zweite Teil der Thousand Island – Reihe ist dem ersten Teil ähnlich, bringt aber auch sehr viele neue Ansätze mit. Die angenehme Schreibe und der gute Plot mit den geschickten Perspektivwechseln bauen große Spannung auf. Ich fand das Buch sehr gut und ausgewogen und gebe gern 4 Sterne. Den nächsten Band werde ich auf jeden Fall auch lesen. Besonders interessant finde ich übrigens auch die Thousand-Islands-Region, in der die Bücher spielen. Da hatte ich mich vor dieser Reihe noch nicht wirklich mit beschäftigt und die Beschreibungen machen einen guten Eindruck.

Hier geht´s zu Band 1 der Reihe.

Hier geht´s zur Verlagsseite.

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