Ein Espresso für den Commissario – Dino Minardi (Pellegrini #1)

Commissario Pellegrini ermittelt in Como, obwohl er eigentlich ins Hotelbusiness wollte. Als er seinen Tag wie immer gemütlich mit seinem ersten Caffè beginnt, wartet jedoch gleich ein Mordopfer auf ihn. Der Student, der irgendwie ungewöhnlich viel Geld und Besuch hatte, liegt erwürgt in seinem Bett – und irgendwie war er auch in eine Prügelei verwickelt. Wer jedoch bringt sein Opfer danach liebevoll ins Bett? Bei den Ermittlungen stehen seine engsten Untergebenen Cunego und Spagnoli zur Seite, die sich selbst überhaupt nicht leiden können und es nicht immer einfach machen.

Stil, Machart, Meinung.

Dieses Geschichte ist der erste Fall für Pellegrini und seine Kollegen. Es ist ein Krimi, aber kein klassischer Whodunnit. Dafür ist es ein Regionalkrimi mit einer Menge Lokalkolorit, der Lust auf Italien, Essen, Kaffee und Sonne macht. Auch wirtschaftliche und ökologische Elemente gehören zum Fall.

Die Geschichte ist komplett aus der Perspektive Pellegrinis (mein Gott, ich bekomme immer Lust auf Mineralwasser, wenn ich den Namen lese oder schreibe..) erzählt. Er ist eine sehr gut angelegte Figur: Als Ermittler, der eigentlich was ganz anderes machen wollte hat er eine interessante Familie im Rücken und schleppt auch schlechte Dinge aus der Vergangenheit mit sich rum. Als Ermittler hat er einen guten Riecher und interessante Kollegen. Das Herz hat er am rechten Fleck. Viel Potential für nachfolgende Fälle!

Der Plot ist gut gemacht. Der Leser bekommt immer wieder neue Motive und Verdächtige. Am Ende löst sich alles gut auf, während ein paar Kleinigkeiten für die nächsten Bände offen bleiben..

Was lernen wir daraus?

Ich fand es besonders interessant, wie viel Lokalkolorit eine Geschichte verträgt, ohne zu überladen zu sein. Es gibt hier wirklich viele italienische Begriffe, Lebensart und Beschreibungen der Szenerie. Trotzdem ist der Schreibstil nicht zu ausschmückend und nimmt der Story kaum den Raum. Ich habe wirklich Lust auf die im Buch genannten Dinge bekommen.

Fazit

Ich möchte nach Italien! Nicht gerade jetzt, in der Corona- Krise, aber generell. Dieses Buch ist mit schönem italienischen Flair gespickt, die Story kommt trotzdem nicht zu kurz. Es ist ein netter Kriminalfall, der zwar nicht zum raffiniertesten und krassesten Stoff gehört, den ich in letzter Zeit gelesen habe, mich aber kurzweilig und gut unterhalten hat. Für die Zeit auf Balkonien mit einem kleinen Italien – Ersatz ist dieses Buch perfekt. Ich vergebe 4 Sterne, denn es hat mir einfach gefallen – an meine Favoriten kommt es jedoch nicht heran. Den zweiten Fall des Commissario werde ich gern lesen!

Hier gehts zur Verlagsseite mit Details zum Buch.

Hier gibts einen lustigen Artikel übers Buch bei Welt, Stichwort: Product Placement. Ich stimme dem übrigens nicht zu, so habe ich es zu keiner Zeit empfunden.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑

Jan von der Bank

Drehbuchautor, Schriftsteller, Segler

Blockchain for Breakfast

No more law juggling, just blockchain

stefan mesch

Literature. TV. Journalism.

ZEICHEN & ZEITEN

Gedanken zu Büchern und dem Leben

thrillerbraut

Der tägliche Wahnsinn einer Autorin auf dem Weg zu unendlichem Reichtum und Ruhm.

RatherReadFantasy

- than being stuck in Reality -

Lesezauber

Lesen tut gut.

%d Bloggern gefällt das: