Einer Flog über die Vogelsburg – Anja Mäderer

In der  Klinik auf der Vogelsburg soll Will Klien, hygienefanatischer Privatpatient, von seiner Zwangsstörung geheilt werden. Neben seinem Therapeuten Doktor Brunner unterstützt ihn dabei seine „Zwangsgruppe“. Die Freunde treffen sich in der Freizeit und haben bald ein brandheißes Thema im alltäglichen Wechsel aus Essen und Therapiesitzungen. Denn Wills Therapeut schwimmt plötzlich tot im Altmain und auch ein anderer Patient muss bald dran glauben. Und so macht sich das Team rund um Will dann selbst auf die Suche nach dem Täter –was mit den verschiedenen Zwängen nicht immer so einfach ist. Und dann gibt es noch Pokerrunden, Liebschaften und filmreife Therapiesitzungen.

Stil, Machart, Meinung

Der „Franken Krimi“, so die Voderseite, ist ein Krimi mit Humor. Neben den klassischen Krimi- Elementen und der allgegenwärtigen Frage nach dem Mörder hat die Autorin auch eine große Portion Humor auf die Seiten gebracht. Trotzdem werden dabei die Personen und deren psychische Probleme jedoch niemals ins Lächerliche gezogen. Gut recherchierte Einblicke ins Leben von Menschen mit solchen Zwängen klären den Leser nebenbei sogar auf.

Der Schreibstil gefällt mir sehr. Nicht zu ausschweifend, aber doch mit einem Blick auf die kleinen Dinge, die Charaktere- und Geschichte ausmachen. Der schon erwähnte Humor ist genau nach meinem Geschmack und ich hatte wirklich Spaß. Auch wenn nach dem Mörder gesucht wird, ist die Geschichte eher heiter angelegt. Ein besonderer Krimi also. Die Charaktere sind sehr liebevoll beschrieben und man kann sich die etwas schrägen Hobby- Detektive allesamt sehr gut vorstellen. Der Plot macht Sinn und löst sich schlüssig auf. Besonders finde ich die Lebensweisheiten und auch die Listen und Tagebucheinträge zu Beginn jedes neuen Abschnitts.

Während die beiden Bücher Mainleid und Mainschatten von Anja Mäderer zu einer Reihe gehören, scheint dieses dritte Buch von ihr ein Einzelstück darzustellen. Es liest sich nicht so, als würde da noch etwas nachkommen – aber man weiß ja nie..

Was lernen wir daraus?

Man kann todernste Themen auch auf humorvolle Weise beschreiben. Und man kann Tabuthemen der Gesellschaft auch behandeln, ohne dabei ernst und langweilig einen Einblick zu geben. Und so entsteht dann manchmal etwas besonderes.

Fazit

Ich vergebe 5 Sterne -das wird bei dieser Autorin langsam zur Gewohnheit. Empfehlen kann ich dieses Buch uneingeschränkt allen, die Krimis mögen und diese auch gern mal in einem abwechslungsreichen, humorvollen Gewand konsumieren. Menschen aus der Region des Franken Krimis werden vielleicht noch begeisterter sein als Ich (Nordlicht). Diese Geschichte ist etwas Besonderes und die Seiten flogen nur so dahin.

Meine Rezensionen der anderen Bücher von Anja Mäderer:

Mainleid

Mainschatten

Die Details zum Buch auf der Verlagsseite gibt es HIER.

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