Rezension: Sündengräber von Kristina Ohlsson (Bergmann & Recht #6)

Zunächst wird ein Mann erschossen aufgefunden. An seinem Finger trägt er den Ehering seiner Tochter. 2 weitere Dinge am Tatort führen Alex Recht und Fredrika Bergman nicht nur zu einem alten Bekannten, sondern auch zu einem sehr unbekannten Buch. Währenddessen sucht ein Bestatter seinen Bruder samt Familie, denn er ist sich sicher, dass sie nicht ausgewandert wurden. Niemand glaubt ihm, dann wendet er sich an Alex Recht. Weitere Morde passieren und die beiden Ermittler versuchen, einen Zusammenhang zu erkennen. Der Täter scheint Alex Recht zu kennen. Oder kennt Fredrika Bergman gar den Täter und steht ihm näher, als sie denkt?

Stil, Machart, Meinung

Wer meine Rezensionen zu dieser Thriller – Reihe kennt, der wird hier nichts neues finden. Ich bin wie immer begeistert vom Schreibstil. Kurz und knackig, aber doch mit hilfreichen Details und somit einer sehr guten Darstellung sämtlicher Figuren. Kurze Kapitel, schnelle Perspektivenwechsel und Spannung von der ersten – bis zur letzten Seite tun ihr übriges. Durch geschickt eingeschobene kurze Kapitel in der Zukunft, in diesem Buch eine Befragung von Alex Recht nach den Geschehnissen, hängen unheilvoll über der Geschichte. Das Privatleben von einem der beiden Ermittler, ich möchte hier nicht spoilern, nimmt wichtigen Raum der Geschichte ein und ist sehr gut eingebunden. Der Plot ist gut durchdacht, am Ende führen die verschiedenen Erzählstränge zu einer guten Auflösung.

Was lernen wir daraus?

Ich möchte an dieser Stelle nochmal auf die kleinen, unheilvollen Zukunfts – Kapitel zu sprechen kommen. Der Leser bekommt zwischendurch immer mal kurze Ausschnitte einer Befragung von Alex Recht NACH der Geschichte vor die Nase gesetzt. Ein kleines Beispiel von Seite 92, nachdem der Vernehmungsleiter Alex Recht fragt, was sie zu diesem Zeitpunkt der Ermittlung nicht kapiert haben:

„Recht: Dass es so viel schlimmer kommen würde. So entsetzlich viel schlimmer.“

Das verrät ja eigentlich nichts, und dann doch irgendwie sehr viel. Auf jeden Fall steigt dadurch die Spannung. Die Autorin hat dieses stilistische Mittel bereits in einem der vorherigen Bände so gut eingesetzt, dass es mir sehr lebhaft im Gedächtnis geblieben ist. So eine Prise  „Unheilvoll“ in seinen Krimi oder Thriller einzustreuen, finde ich sehr gut.

Fazit

Ich vergebe 4,5 Sterne. Die letzten Bücher dieser Reihe bekamen bei mir durchweg 5 Sterne, diese Geschichte hier hinkt für mich ein kleines bisschen hinterher. Genau kann ich den kleinen Unterschied nicht greifen, die anderen Geschichten hatten mich wohl noch etwas mehr gepackt. Trotzdem ist diese Geschichte hier sehr gut und sehr zu empfehlen. Auch wenn ich in dieser Reihe erfolgreich quer eingestiegen bin, empfehle ich jedoch gerade vor diesem Buch die Lektüre eines der Vorgänger. Jetzt kommt die schlimme Nachricht: Dieser Band scheint vorerst das Ende der Geschichten der beiden Ermittler zu sein, wobei die Autorin sich doch alle Möglichkeiten einer Fortsetzung gut offen lässt. Aber es ist schon eine Art Finale.

Meine anderen Rezensionen zu der Reihe gibt es hier:

Himmelsschlüssel (#4)

Papierjunge (#5)

Wer nach dem Ende dieser Reihe die Reihe um Rechtsanwalt Martin Benner von Kristina Ohlsson kennenlernen möchte, wird hier beraten:

Schwesterherz (#1) und Bruderlüge (#2)

Hier geht’s zur Verlagsseite mit Details zum Buch und zur Reihe.

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