Rezension: Codename Eisvogel >>The Kingfisher Secret<<

Codename EisvogelGrace ist eine Journalistin, die seit 20 Jahren bei einem Klatsch – Magazin festhängt. Als sie ein Pornosternchen aufgetrieben hat, welches den Präsidentschaftskandidaten der USA mit einer vergangenen Affäre den Wahlkampf kosten kann, sieht sie ihre Karriere voranschreiten. Nur leider unterstützt ihr Chef genau diesen Kandidaten und möchte die Story nicht bringen. Stattdessen schickt er Grace mit der Exfrau des Präsidentschaftskandidaten in die ehemalige Tschechoslowakei, wo sie deren Werbetour begleiten soll. Die Exfrau, Elena, hat eigentlich eine sehr freundschaftliche Beziehung zu Grace, bricht diese jedoch abrupt ab, als sie zu viele Fragen stellt. Nun ist Grace auf sich allein gestellt und wittert ein großes Geheimnis. Wie groß das Geheimnis dann wirklich ist, konnte sie jedoch auch nicht ahnen. Ich möchte nicht zu viel verraten. Die Organisation, die sie plötzlich gegen sich hat, ist sehr mächtig. Und scheint den bald mächtigsten Mann der Welt total in der Hand zu haben.

 

Stil, Machart, Meinung

Dieser Spionage – Thriller lebt von der mysteriösen Aura und der Frage „was wäre wenn?“. Was wäre, wenn diese Story wahr wäre? Es beginnt damit, dass der Autor unbekannt bleibt. Das kann ein sehr guter Werbekniff sein, oder der Autor hat Angst, weil etwas Wahres dran ist. Der Autor bleibt also unbekannt, schnell bekannt werden dem Leser jedoch die Parallelen zu Donald Trump. Vom Pornosternchen bis zur Exfrau über eine kompromittierende Sexparty in Moskau denkt man schnell drüber nach, warum das Ganze eigentlich nicht stimmen sollte..

Wenn wir mal die Parallelen zur Realität weglassen, die als Marketinginstrument für das Buch natürlich echt clever wären, dann bleibt die Story. Die Story an sich kommt erst langsam ins Rollen, wird mit der Zeit dann jedoch immer actionreicher- bis sich irgendwann auch mal Autos auf Autobahnen überschlagen. Zwischendrin liegt eine Menge Recherche über den kalten Krieg, der ja eigentlich vorbei ist. Die Hauptperson, Grace, startet als graues Mäuschen und geht zunächst meiner Meinung nach nicht so schlau mit der Situation um. Aber die Geschehnisse zwingen sie, sich um 180° zu drehen. Der Schreibstil gefällt, wenn mir auch nichts Besonderes aufgefallen ist. Die Perspektivenwechsel und der damit verbundene Wissensvorsprung des Lesers sind gut gemacht und die Story hat ein sehr interessantes Ende.

Was lernen wir daraus?

Es gibt viele Dinge, die auf Menschen immer eine große Faszination ausüben. Ein unbekannter Autor, der mächtigste Mann der Welt und eine Story, die tatsächlich alles erklären könnte, was man sich im Moment als politisch interessierter Mensch beim besten Willen nicht erklären kann – das ist schon eine interessante Kombination. Was wäre wenn? Und was wäre, wenn man sich als Autor einfach eine allseits bekannte Person nimmt, eine dramatische Verschwörung entweder kennt oder erfindet und dann mal losschreibt? Sind das dann Fake News, oder ist das Kunst? J

Fazit

In meinem zweiten Abschnitt zwischen den mysteriösen Parallelen zu Trump und der Story ohne die Parallelen kam mir die Erkenntnis, dass diese Story gerade von den Parallelen lebt. Ich stehe eigentlich nicht so wirklich auf Spionage – Geschichten. Die Story an sich war nicht schlecht, aber für mich wurde sie durch den ständigen Gedanken „das könnte so passiert sein!“ im Hinterkopf erst so richtig gut. Wer also die Präsidentschaft des Herrn Trump verfolgt und einigermaßen im Thema ist, dürfte hier wirklich großen Spaß (oder große Angst vor den politischen Methoden) haben. Wer sich da nun nicht für interessiert oder sich nicht auf das Gedankenspiel einlassen kann, dass der Autor vielleicht wirklich die Geschichte kennt, der wird von dem Buch vielleicht nicht so ganz begeistert sein. Ich muss sagen: auch ohne die Parallelen wäre die Story solide, aber mit den Parallelen wird sie erst gut. Ich vergebe 4 Sterne und hoffe, dass nicht so viele wichtige Politiker ihre Vorliebe für Osteuropäische Models entdecken..

Details zum Buch gibt´s hier! 

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