Rezension: Strafe von Ferdinand von Schirach

Strafe SchirachIn diesem Buch warten 12 Kurzgeschichten auf den Leser. Alle haben irgendwie mit dem Titel „Strafe“ zu tun. Ich möchte keine Geschichte spoilern, daher nur so viel: Es geht um meist unglaubliche Geschichten, bei denen es kein Schwarz- Weiß gibt, sondern ganz viele Graustufen. Die Erzählungen haben teils skurrile, teils unfassbare Elemente. Da der Autor nicht verurteilt, kann der Leser es tun – muss es aber nicht.

Stil, Machart, Meinung

Nachdem ich vor kurzem „Terror“ gelesen hatte und begeistert war, versuchte ich es nun mit „Strafe“. Das ist nicht als Theaterstück aufgemacht, sondern besteht aus 12 Kurzgeschichten. Auch hier ist jedoch der gleiche Stil von Schirach verwendet worden. Distanziert und ohne zu verurteilen erzählt er die Geschichten, die dem Leser jedes Mal vor Augen führen, dass die Welt nicht Schwarz- Weiß ist. Trotz der Distanziertheit gibt es aber auch etwas Humor und auch Philosophisches. Wichtig ist, dass sehr krasse Geschichten ohne Wertung erzählt werden, und das der Leser nicht nur gut unterhalten ist – sondern, dass es auch etwas mit ihm macht.

Da der Autor selbst Rechtsanwalt ist, sind die Geschichten eventuell ja genau so passiert? Oder nicht? Genau gesagt wird das ja irgendwie nicht..

Was lernen wir daraus?

Ich liebe ja bekanntlich Graustufen in Erzählungen. Dieses Buch ist voll davon, und zeigt ziemlich extreme Fälle. Das inspiriert mich irgendwie, ohne zu sagen wie und für was genau. Außerdem mag ich diesen knappen Schreibstil, bei dem aber trotzdem viele Zwischentöne laut werden. Die Überschrift dieses Abschnitts ist wohl doch etwas falsch. Ich weiß nicht, was ich daraus gelernt habe. Aber ich weiß, dass ich beim Lesen irgendwie doch sehr viel gelernt habe..

Fazit

Dieses Buch läuft ja auch irgendwie außer Konkurrenz, es ist kein Krimi, Thriller oder Roman. Aber es sind viele kleine Geschichten, die irgendwie in die Richtung Krimi gehören. Ich vergebe 4 Sterne, bin aber Begeistert und möchte mehr von Schirach lesen. Da möchte ich mir in dieser speziellen Kategorie noch etwas Raum nach oben lassen, man weiß ja nicht was noch kommt..

Für wen das etwas ist, kann ich auch nicht so genau bestimmen. Menschen, die an Verbrechen und der Psychologie dahinter interessiert sind. Vom Niveau her etwas höher, und man sollte die Bereitschaft mitbringen, sich mit dem Gelesenen auch auseinanderzusetzen. Denn über manche Geschichten denkt man nach, und einige möchte man sogar weitererzählen.

Hier geht´s zu meiner Rezension von Terror (auch von Ferdinand von Schirach)

Hier gibts die Details auf der Verlagsseite.

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