Goodreads – Facebook für Leser und Autoren

Heute möchte ich euch von meiner neuesten Entdeckung erzählen, die für einige von euch sicherlich nicht ganz so neu ist. Für Menschen die gern lesen, ist diese Website/ App genau das richtige!
Goodreads, das ist quasi das Facebook der Bücher. Also das faceBOOK. Nach meiner Anmeldung dort musste ich mich natürlich in der App erst mal zurechtfinden und gucken, wie der Hase läuft. Ich habe das App auf meinem iPad und hatte die Seite ursprünglich auf dem PC entdeckt. Unter http://www.goodreads.com ist die Seite zu finden, die Anmeldung ist kostenlos. Das App könnt ihr suchen unter „Goodreads“, dahinter steht noch etwas von „Book Recommendations an..“(ich tippe mal stark auf „..d more“) Die Anmeldung ist kostenfrei und es ging sehr schnell.
Angemeldet kann man dann zunächst seine Kontakte aus Facebook und Twitter importieren. Bei Facebook kam nur ein Freund bei der Sache herum, aber immerhin weiß ich jetzt das er auf Fantay steht und wir haben uns nach langer Zeit auch mal wieder unterhalten. Bei Twitter waren es schon so einige Freunde, denn auf der Plattform habe ich mich mit vielen Lesern und Autoren vernetzt. Man hat ein Profil und kann Status-updates posten.

Home

Unter der Rubrik Home gibt’s genau wie beim Facebook Newsfeed Informationen über alles, was bei den Freunden gerade so los ist. Und nein, nicht was sie gerade essen oder wann sie zuletzt auf Toilette waren, sondern nur was sie gerade lesen, wie weit sie damit schon sind und was sie gern lesen würden. Und dann auch noch, wie sie das Buch fanden und mit wem sie sonst so eine neue Freundschaft geschlossen haben. Sieht man da ein Buch, welches interessant erscheint und man auch gerne lesen möchte, dann kann man es dort direkt mit einem Klick zur Leseliste hinzufügen.

Unter dem Menüpunkt „My Books“ sieht man sein virtuelles Bücherregal.

Dieses ist gegliedert in „Currently Reading“ , „Read“ und „to-read“. Übersetzt also die Bücher die man aktuell liest, die man schon gelesen hat und die man noch lesen möchte. Die Bücher, die man gerade liest. Durch den Button „update Progress“ kann man unter Angabe der Seitenzahl oder bei Ebooks auch % dann den Prozess innerhalb des Buchs in Prozent aktualisieren. Die Freunde sehen dann im Home Menü also, dass man bei dem Buch wieder Fortschritte gemacht hat.
Ist man dann mit einem Buch durch, kommt es durch Anklicken dann in die Rubrik gelesener Bücher. Man kann das Buch dann gleich mit einer Bewertung von 1-5 Sterne versehen, wobei 5Sterne die Bestnote sind. Gern kann man auch seine Meinung zum Buch schreiben, von nur einem Satz bis hin zu einer kompletten Rezension scheint alles möglich.

Findet man durch Freunde Bücher, die man gern lesen möchte, dann kann man sie unter „to read“ abspeichern. Auch Bücher, die noch ungelesen in meinem Bücherregal schlummern, habe ich dort aufgelistet. Falls jemand von einem guten Buch erzählt oder, und das ist bei mir oft der Fall, wenn auf ciao oder Twitter jemand ein Buch empfiehlt, dann füge ich es dazu. Dazu kann ich einfach nach Titel, Autor oder ISBN das Buch auf Goodreads suchen und dann kinderleicht hinzufügen. Die Möglichkeit des Scannens erläutere ich gleich noch, die ist für die Eingabe großer Mengen an Büchern die man real vorliegen hat super.

Explore

Unter diesem Menüpunkt kann man Bücher entdecken. In der Rubrik Ebooks gibt’s die am häufigsten runtergeladenen Bücher und die kürzlich hochgeladenen.
Dann gibt es noch so Kategorien zum Stöbern wie beispielsweise die besten Bücher des 20. Jahrhunderts, die besten Selfpublished Books 2015 oder viele verschiedene Genres mit allen gängigen Literaturgattungen und auch so ausgefallenes wie beispielsweise Manga und „Gay and Lesbian“. Dann gibt’s unter Popular Books noch die in der aktuellen Woche, im aktuellen Monat oder Jahr am häufigsten gelesenen Bücher, so ist man direkt am Lesepuls der Zeit.

Suche

Unter dem Suchmenü kann man nach Titel, Autor oder ISBN suchen und bekommt dann alle Resultate direkt angezeigt.

Scan

Das bereits angekündigte Menü „Scan“ ist eine gut funktionierende Möglichkeit, in windeseile sein gesamtes Bücherregal in die App zu laden. Man drückt dazu auf Scan und es öffnete sich, in meinem Fall auf dem iPad, ein Feld wie bei einer Kamera, mit dem man den Barcoe hinten auf dem Buch einscannen kann. Ganz schnell hintereinander kann man damit Bücher einfach scannen. Ist man dann fertig, kann man die gescannten Bücher in einer Liste sehen und dann in die verschiedenen Kategorien (lese es gerade, habe es gelesen und möchte es lesen) sortieren sowie die Sternebewertung und gegebenenfalls auch eine längere Rezension angeben. Das geht überraschend schnell. Ich habe allerdings viele Bücher, zum Beispiel Sonderausgaben, englische Bücher oder ältere Bücher. Es war nicht bei jedem Buch ein aktueller und somit lesbarer Strichcode zu finden. Die Bücher muss man dann manuell eingeben, also autor oder titel suchen und dann hinzufügen.

Recommendations

Unter diesem Punkt werden dem aktiven Goodreads- Leser dann ab 10 angegebenen Büchern Buchempfehlungen ans Herz gelegt. Ausgehend von den Büchern im Bücherregal und den angegebenen Bewertungen werden so also neue Bücher vorgeschlagen. Man kann hier dann nach seinem dort angelegten Bücherregal oder einem Genre suchen. Beim Genre sind Kategorien wie Crime, Mystery, Thriller, Ebooks, Humor and Comedy, Humor angegeben. Die scheinen bei mir auf Grund des Regals voreingestellt, man kann noch viele andere Genres mit in diese Favoriten hineinnehmen und dann schnell auswählen. Die Bücher, die mir angezeigt werden, sehen alle tatsächlich so aus als könnte ich sie alle gut finden. Auf Grund meines etwas Agatha Christie-lastigen Bücherregals sind die Bücher auch zu einem Großteil etwas älterer Bücher – aber das macht mir nix. Wenn ich was neues Suche, kann ich das ja über die obengenannten Möglichkeiten auch ausschließlich tun.

Sonstiges

Unter dem aussagekräftigen Menüpunkt „More“ verbirgt sich auch noch so einiges. Interessant ist hier die Reading Challenge, denn man kann sein Leseziel für das Jahr angeben. Meine Freunde haben hier pro Jahr von 30 -250 Bücher angegeben. Der Durschnitt pro Jahr liegt laut App bei 49 pro Challenge.

Hier kann man außerdem auch seine Freundesliste ansehen. Benachrichtigungen kann man hier auch lesen, zum Beispiel wenn man eine Freundschaftsanfrage hat oder jemand meine Freundschaftsanfrage bestätigt hat. Außerdem gibt’s hier den Menüpunkt „Gruppen“ und man kann nach Lust und Laune verschiedenste Gruppen zu allen möglichen Themen finden und den Gruppen beitreten. Ich bin bis jetzt in den Gruppen „Murder, Mystery, Wine!“, „Agatha Christie Lovers“ und „Deutsch“. Dort gibt’s dann auch Leserunden, Diskussionen und und und.

Was ich jetzt gerade entdeckt habe, als ich extra für euch noch einmal hier rumstöberte, ist folgendes: Der Unterpunkt Ebooks macht seinem Namen alle Ehre. Hier gibt’s Ebooks! Das sind ältere Semester, wahrscheinlich die bei denen die Urheberrechte schon verjährt sind. Jane Austen und Oscar Wilde habe ich hier jetzt schon einmal hinzugefügt, Sherlock Holmes und so wär ja auch super. Gut, ich könnte das auch auf meinem Kindle. Aber das find ich doch wirklich klasse, für so eine kostenlose App. Das Lesen und die Darstellung sind gut, ich als verwöhnter Kindle Paperwhite Leser könnte mir das hier auch vorstellen, wenn der Kindle mal nicht zur Hand ist.
Wenn ich da Ebooks in die Bibliothek aufnehmen möchte, sehe ich nur ein paar alte Schinken auf Englisch und unsortiert zur Auswahl. Suche ich dann aber das Bildnis des Dorian Gray, wird mir durch den Button „Read now! Aber gleich die Möglichkeit angezeigt. Interessant.
Das Umblättern ist allerdings etwas dramatisch, die Schrift geht so wie beim tatsächlichen Umblättern einer Seite irgendwie frontal auf einen zu.. hui, auf Dauer könnte einem übel werden. Auch das Menü zu erreichen, mit dem man mehrere Einstellungsmöglichkeiten hat und auch einfach wieder aus dem Ebook rauskommt, ist etwas schwierig. Man muss anscheinend Unten am Rand richtig irgendwo klicken, damit man dann oben am Rand auf „back“ klicken kann und zurück ins Menü kommt.

Und wo ist der Haken?

Der Haken ist, wie wahrscheinlich schon durch meine englischen Menüpunkte und die URL goodreads.com zu ahnen, dass diese App auf Englisch ist. Es ist definitiv kein schwieriges Englisch, wer den Unterschied zwischen to read, read und want to read versteht kann sich durch das Menü auf jeden Fall klicken.

Trotzdem ist Goodreads auch auf Deutsch nutzbar. Die deutschen Bücher sind drin und man kann sie mit einer Suche auf Deutsch auch finden. Sie werden dann allerdings unter dem englischen Buch angezeigt, wenn es das Buch auf Englisch gibt. So hat man dann zwar Rezensionen zumeist auf Englisch und manchmal auch anderen Sprachen, dafür aber viel mehr Bewertungen aus aller Welt, die ein besseres Bild über die Qualität des Buches vermitteln dürften. Auch das Ebook von Oscar Wilde habe ich auf Deutsch gefunden, konnte es aber nur auf Englisch lesen.
Bücher, die nur in Deutsch existieren, die sind da dann auch komplett auf Deutsch. Ich habe jüngst Michael Thode – das stumme Kind gelesen. Das ist da nur auf Deutsch.
Das mit dem Englischen Menü ist für mich kein Problem, auch das Lesen von Ebooks oder sonstigen Büchern auf Englisch ist für mich locker machbar und stört nicht. Da ich allerdings viel zu viel Englisch am Tag spreche (Job und amerikanischer Freund) möchte ich in punkto Lesen auf jeden Fall so viel Deutsch wie möglich lesen und das lesen auf Englisch vermeiden.

Autoren

Dieser Punkt handelt einerseits von den Profilen von Autoren und andererseits über die Möglichkeiten für Autoren bei Goodreads. Zu jedem Buch, zumindest wenn es einigermaßen berühmt ist, bekommt man Informationen über den jeweiligen Autor. Das finde ich interessant, und es ist auch kurz und knackig. Viele Autoren haben auch ein Profil auf Goodreads, so kann man sich mit ihnen direkt verbinden.

Auch als Autor kann man seinen Account bei Goodreads irgendwie (wie, weiß ich noch nicht!) in einen Autorenaccount umwandeln. Das werde ich natürlich tun, wenn mein Buch dann endlich mal fertig ist.
Weitere Vorteile

Ich habe noch nicht dran teilgenommen, aber viele Autoren scheinen auf Goodreads ihre Bücher zu verloren bzw. an interessierte Leser zu geben, die dann natürlich im Gegenzug möglichst eine (gute) Rezension schreiben sollen. Ob da wieder der Haken ist, dass die Bücher nicht nach Deutschland kommen? Es gibt jedenfalls pro Angebot viele verschiedene Ortsangaben, und manches ist ja auch als eBook. Ich habe diese Rubrik in der App übrigens nicht gefunden, sondern nur bei Goodreads.com

Fazit

Also ich mag Goodreads, teste es jetzt schon für 2 Wochen. Ich mag es besonders, Bücher zu finden die mir gefallen können und auch die Liste der Bücher, die ich noch lesen möchte ist sehr hilfreich. Die Bewertungen von anderen Lesern sind auch sehr hilfreich, und die Empfehlungen von Goodreads treffen auch zu (die sind allerdings wieder auf Englisch, das Buch muss man dann auf Deutsch finden. Schade für uns Deutsche ist natürlich, dass die App auf Englisch ist. Gut, sie wurde wohl in den USA entwickelt und das interessiert die wahrscheinlich herzlich wenig. Die Einschränkung mit dem Englischen ist doof, kann aber gut umgangen werden. Das mit den Ebooks ist auch ganz interessant. In erster Linie geht es mir allerdings darum, Gleichgesinnte zu finden die meine Art Bücher lesen und so dann immer Tipps zu bekommen. Wenn das Buch dann fertig ist, möchte ich natürlich auch einen Werbeeffekt mitnehmen mit einem Profil als Autor.

Falls ihr euch da jetzt anmelden wollt, könnt ihr sehr gern mein Freund werden. Ich heiße da Rike. Das lustige ist: Wie das jetzt in der App geht, weiß ich auch nicht! In die Seitenleiste in dieser Richtung -> habe ich ein Goodreads- Widget gepackt, ich denke wenn ihr da draufklickt dann wird das was. Vielleicht müsstet ihr erst mein Twitter-Kontakt werden und dann eure Twitter- Freunde importieren?! Ein schwieriger Punkt, ein echter Nachteil..

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5 Gedanken zu “Goodreads – Facebook für Leser und Autoren

  1. Ich finde die App mega gut, zumindest wenn es sie endlich in Deutsch gibt 🙂 Mich wundert es sowieso warum es bisher keine „gute“ deutsche Bücherapp gibt

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  2. Tipp von mir: besuche die Seite mit deinem Browser, aber nicht in der mobilen Darstellung. Gehe auf die Seite eines Buches. Unter der Inhaltsangabe sind Miniabbildungen der Cover. Gehe darunter auf all editions. Dann siehst du alle Versionen des Buches in allen Sprachen. Per klick auf switch to this edition wird die Ausgabe in deinen Regalen geändert. Du siehst dann also auch da richtige Cover und die Rezensionen zu der Sprachausgabe. Und noch ein Tipp dazu: einige Titel haben sehr viele ausgaben. Entweder über strg+F nach dem Verlag suchen oder oben rechts auf expand Details klicken, dann über Strg+F german eingeben. Dann findet man schneller die richtige Ausgabe. Wenn du einen Titel per ISBN gesucht hast, erscheint automatisch die richtige Ausgabe in deinen Regalen.
    Schreib mir gern wenn du noch fragen hast. Ich benutze goodreads jetzt schon recht lange und viel (:

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