Deadlines – tote Linien oder belebende Hilfe?

Deadlines sind das wohl schwungvollste Mittel, um mich zu schnellem und motivierendem Arbeiten zu motivieren. Das war schon vor Klassenarbeiten in der Schule oder mit Hausarbeiten in der Uni so.
Es gibt wohl mindestens 2 Typen in Punkto Zeiteinteilung. Die einen machen einen Plan in Bezug auf die Deadline und teilen sich das Ganze ein, die anderen machen sich zwar vorher Gedanken, können aber erst unter Zeitdruck so richtig zu Höchstform auflaufen. Ich gehöre definitiv zu Gruppe 2. Ob das so gut ist?

Naja, gut ist: ich habe es bis jetzt immer geschafft. Und ich habe auch mal die andere Variante versucht, so als Erstsemestler mit grandiosen Vorsätzen. Mein Problem war immer: wenn ich 3 Wochen für eine Klausur lerne, dann hab ich die ersten zwei Wochen bei der Klausur auch wieder vergessen –wenn mich das Thema nicht interessiert. Wenn es mich interessierte, dann habe ich das Thema immer schon in der Vorlesung verstanden und musste nur noch einmal drüber schauen. Daraus lernte ich, ging zu jeder möglichen Vorlesung und machte da kurze und knappe Notizen um dann die 2 Tage vor der Klausur so richtig ranzuklotzen.

Jetzt beim Schreiben ist es nicht anders. Aus Zeitmangel ist es mir irgendwie nicht möglich, das Ende meines Buches zu Papier zu bringen. Ich habe eine Schreibblockade und nicht die Zeit, sie zu bekämpfen. Deshalb schreibe ich Kurzgeschichten für ein paar Wettbewerbe. Ich habe schon ein paar Geschichten unterschiedlichster Gattungen zu Papier gebracht. Es lief meistens so ab, dass ich das Thema las und dann im Hinterkopf vor allem das Thema und das Abgabedatum behielt. So konnte ich in der Zeit ab Wahrnehung der Ausschreibung bis zur heißen Phase vor der Deadline Ideen sammeln. Als Autor arbeitet man ja manchmal auch, wenn man nachdenkt. Ich tue das gern beim Spaziergang oder auf dem Crosstrainer, beim Candy-Crush spielen oder einfach bei anderen Aktivitäten, die mich geistig jetzt nicht wirklich fordern. Und wenn was Gutes dabei ist dann schreibe ich es auf oder fange an. Da hilft dann die gute Idee selbst, angespornt zu werden.
Das klappt eigentlich ganz gut, so rostet man nicht ein und fühlt sich in den Tagen vor Ablauf der Deadline ganz aufregend produktiv und angespornt. Und man muss produzieren. Ohne Ausreden, wenn oder aber.

Diese Überlegungen zeigen mir auf, dass ich mit meinem Buch auch so vorgehen sollte. Kleine Deadlines könnten helfen. Mein Freund half mir schon, als er für alle 10.000 geschrieben Wörter eine Einladung zum Abendessen aussprach. Da half dann allein schon die Tatsache, dass jemand daran interessiert war wie viel ich geschafft habe. Ich sehe auch Leute auf Twitter, die ihre „Wortausbeute“ twittern. Man muss sich anscheinend selbst Druck aufbauen, wenn er von außen nicht kommt. Ich werde also demnächst Wochenziele in Sachen Wortanzahl an mich selbst ausgeben, damit ich endlich „in die Puschen komme“, wie der Norddeutsche gern sagt. Grundsätzlich setze ich mich immer gern selbst unter Druck, indem ich Menschen mitteile das ich ein Buch schreibe. Ich möchte dann immer gern gefragt werden, wie weit ich denn bin. Das ist eine sehr softe Art des unter Druck setzens, aber immerhin etwas.

Jetzt muss ich allerdings erst einmal herausfinden, was man so in einer Woche schaffen kann. Vor allem mit meinem Zeitplan im richtigen Job. Da ist die gute Nachricht allerdings, dass es in ein paar Tagen deutlich ruhiger werden dürfte. Momentan bin ich nach getaner Arbeit so geschafft, dass ich mich nicht noch zum Schreiben hinsetzen kann. Habt ihr da Tipps und Ideen was weitere Selbst-Deadlines oder machbare aber gleichzeitig anspruchsvolle Wortmenge angeht?

Danke für eure Aufmerksamkeit und noch besser: eure Kommentare/Kritik
Eure sich nun selbst unter Druck setzende Tipperin

DEADLINES


!function(d,s,id){var js,fjs=d.getElementsByTagName(s)[0],p=/^http:/.test(d.location)?’http‘:’https‘;if(!d.getElementById(id)){js=d.createElement(s);js.id=id;js.src=p+‘://platform.twitter.com/widgets.js‘;fjs.parentNode.insertBefore(js,fjs);}}(document, ’script‘, ‚twitter-wjs‘);
!function(d,s,id){var js,fjs=d.getElementsByTagName(s)[0],p=/^http:/.test(d.location)?’http‘:’https‘;if(!d.getElementById(id)){js=d.createElement(s);js.id=id;js.src=p+‘://platform.twitter.com/widgets.js‘;fjs.parentNode.insertBefore(js,fjs);}}(document, ’script‘, ‚twitter-wjs‘);

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s