Speichern, speichern und zur Sicherheit noch einmal speichern!

„Ja klar, weiß ich doch selbst, ich muss speichern!“ Das denkst du jetzt, und das dachte ich auch.

Die Rückschläge auf dem Weg zur Erkenntnis..

Meine erste große Enttäuschung auf dem Gebiet des Speicherns ereilte mich schon in früher Jugend. Ich hatte im Rahmen einer Projektwoche meinen ersten kleinen Krimi geschrieben, die Zeitung hatte ihn gedruckt und mir ein für damalige Verhältnisse grandioses Gehalt (im Vergleich zum Taschengeld) gezahlt. Ich hatte dann noch Zeit, Ideen und Geldbedarf für eine weitere Geschichte. Und noch eine. Aber alle guten Dinge sind nicht immer drei, meine kleine Schwester hatte aus unerfindlichen Gründen die Idee, an meinem (riesigen, alten) Computer mein zu ungefähr 70% fertiges Skript einfach mal zu löschen, so aus Spaß.
Das führte dazu, dass ich nie wieder etwas Derartiges schrieb. Meine Geschichte war, auch rückblickend, nicht so schlecht – für das Alter. Aber ich hatte einfach nicht mehr die Energie, nach diesem Rückschlag alles noch einmal aufzuschreiben. Besonders wenn man etwas schreibt, und davon viel, dann ist es unglaublich furchtbar das noch einmal zu tun.
Mein zweiter großer Rückschlag ereilte mich als Student. Ein Nebenjob verlangte von mir ein tagelanges, mühseliges anlegen einer riesigen Excel-Tabelle mit unglaublich ermüdenden Informationen zum Thema Windenergie. Um die Deadline zu schaffen hatte ich die Nacht durchgearbeitet und war voller Kaffee und Red Bull. Mein Kollege kam dann auf die grandiose (http://static.blog.de/img/smilies/icon_crazy.gif?v=20130613.0720) Idee, „die Zellen noch etwas schöner zu machen“. Er kopierte also die ersten 5 von insgesamt ungefähr 900 Zeilen mit dem von ihm erstellten Design aufs gesamte Dokument- kurz vorm abschicken fiel uns auf, dass die ersten 5 Zeilen sich in 900 Zeilen immer wiederholten – die anderen 895 Zeilen waren verschwunden. Da er alles sorgfältig gespeichert hatte, nach seiner Änderung, mussten wir also in einem wahnsinnigen Sprint alle Informationen noch einmal einfügen – sonst wäre uns das Geld durch die Lappen gegangen. So ließen wir dann die Uni sausen, um es irgendwie zu schaffen.


Und die Moral von der Geschichte?
-SPEICHERN!!!
– VOR DEM SPEICHERN SICHERSTELLEN, DASS MAN AUCH DAS RICHTIGE SPEICHERT!

Es kann viel passieren..

Und deshalb sollte man noch ein paar andere Dinge auf dem Zettel haben: Der Computer kann kaputt gehen! In letzter Zeit habe ich da irgendwie Pech. Nachdem ich bei der Zubereitung von Nudelsalat durch eine unglückliche Kettenreaktion das Mac Book meines Freundes mit Coca Cola ersäuft hatte, war ich schon sehr alarmiert in Sachen Vergänglichkeit von Elektronik und auch Beziehungen.. Aber Haftpflicht-Versicherung sei Dank, die Beziehung hat es überlebt und die Elektronik wurde ersetzt –seine Daten allerdings nicht.
Mein Laptop gab vor kurzer Zeit auch den Geist auf – zumindest der Bildschirm. Als es sich abzeichnete, konnte ich die Daten aber retten.

Speichern ADVANCED

Speichern auf dem PC ist also die eine Sache, speichern im Falle eines Computerschadens die andere. Ich speichere mittlerweile vor jeder größeren Pause (und besonders bevor ich mir Getränke hole, die ich neben den Laptop stelle..) mein Manuskript auf einem USB-Stick. Das dauert nicht länger als das normale Speichern auch. Nach der Schreib-Session speichere ich das Ganze noch mal auf dem Laptop selbst. Und in regelmäßigen Abständen schicke ich dann noch mir selbst eine Email, die ich im Notfall von jedem anderen elektronischen Gerät abrufen könnte.

Natürlich gibt es auch noch externe Festplatten und CD´s. Gibt es überhaupt noch Disketten?

Fazit

Speichern kostet nicht viel Zeit. Nicht-speichern und dann von einem Unglück überwältigt werden, kostet eine Menge Zeit. Eine Menge Zeit, die Daten noch einmal einzugeben im besten Fall. Im schlimmsten Fall ist man durch den Rückschlag so demotiviert, dass man das geplante Buch niemals zu Ende bringt, da man die viele investierte Arbeit mental nicht noch einmal bewältigen kann.
Ein Buch schreiben ist nicht einfach das langweilige Herunterschreiben eines Sachverhalts. Ein Buch schreiben ist ein Prozess, eine Geschichte die sich entwickelt, eine Arbeit mit der eigenen Fantasie und der Umsetzung durch den Kopf und die Finger. Eine bereits geschriebene Geschichte noch einmal aufzuschreiben hat mich bereits als Jugendliche von einer weiteren Schriftsteller-Karriere abgehalten. Das möchte ich nie mehr erleben. Also speichere ich, was das Zeug hält. Speicherst du auch, oder bist du ein Adrenalin-Junkie? http://static.blog.de/img/smilies/icon_biggrin.gif?v=20130613.0720

Und noch einmal zum Abschluss die Frage: Wann hast du zuletzt etwas auf einer Diskettegespeichert?

..bis zum nächsten Artikel!
Die Tipperin

Erstmal speichern..

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