Motivation, Koffein, Gehirnarbeit, Rituale, loslegen!

Koffein und Gehirnarbeit?

Ein Buch schreiben ist Gehirnarbeit. Man denkt nach was man schreibt, man denkt nach wie man es schreibt, man schreibt. Man kann sich aber nicht immer aufraffen. Wenn ich mir sage: Ich sitze Sonntagmorgen um 9 am Computer und schreibe 1 Kapitel, ist bei mir nicht sichergestellt ob das auch genau so eintrifft. Denn ich habe gute und schlechte Stimmungen in Bezug aufs Schreiben. Manchmal schreibt man einfach so weg, manchmal sitzt man wie der Ochs vorm Berg.. vorm Computer.

Meine Schreibgewohnheiten für das Buch habe ich jetzt über mehrere Monate zur Tradition werden lassen: Wann immer ich sicher sein kann, dass ich mehrere Stunden Freizeit haben werde, dann nehme ich mir bewusst die Zeit am Schreibtisch. Dazu gehört bei mir als Start, mir eine kleine Menge Koffein einzuverleiben. Warum?

Weil Koffein ja bekanntlich wach macht. Es steigert die mentale Leistungsfähigkeit und kann eine eventuell vorhandene Restmüdigkeit beseitigen. Es erhöht die Aufmerksamkeit.

Ich muss dazu sagen, dass ich Kaffee nicht sehr gerne mag. Ich trinke gelegentlich eine Tasse Latte Macchiato oder Cappuccino, aber Kaffee ist sonst nichts für mich. Ich habe mir trotzdem angewöhnt, manchmal eine Tasse Kaffee zu trinken. Oder Cola/ Pepsi. Oder Energy Drinks (hier gern den günstigen vom Lidl, gleiche Wirkung wie die anderen, toller Geschmack, 35 Cent..). Oder türkischen, schwarzen Tee. Wenn man den lange ziehen lässt und noch ein Stückchen Zucker beilegt schmeckt der nicht nur toll, der wirkt auch wie ein Energy Drink. Ich kaufe den losen Tee immer im türkischen Laden. Es gibt mittlerweile ja noch so viele andere Varianten. Von „Energy-Gummibärchen“ bis zu Produkten mit Guarana und Goji- Beeren ist alles dabei.

Aber: Zu viel Koffein ist nicht gut.
Zu viel Koffein in Getränken mit sehr viel Zucker (Cola, Energy Drinks) ist noch schlechter. Ich habe bei mir selbst beobachtet, dass der Kick des Koffeins besser wirkt, wenn man es bewusst und dosiert einsetzt. Trinke ich jeden Tag 20 Tassen Kaffee, dann merke ich den Kick schon fast gar nicht mehr, weil der Körper sich wohl an den Koffein-Level gewöhnt. Habe ich die letzten Tage nur ganz wenig Koffein zu mir genommen, dann wirkt so eine Tasse Kaffee oder ein Glas Cola richtig vitalisierend.

kleiner Tipp: eine Tafel Schokolade (100gr) kann soviel Koffein enthalten wie eine kleine Tasse Kaffee.. Leckermäulchen können sich also auch mit Schokolade belohnen, wenn sie einen hohen Kakaogehalt hat.

Deshalb ist meine Taktik: Im normalen Arbeitsalltag möglichst wenig Koffein zu mir nehmen. Gern mal ein Glas Cola beim Essen gehen oder einen Kaffee mit der Freundin trinken gehen. Tee trinke ich gern auf der Arbeit, aber milden Tee und nicht zu viel. Ich versuche, möglichst wenige Kalorien über Getränke aufzunehmen. Bei uns zu Hause gibt’s in der Regel Wasser (Mit Sprudel, ohne Sprudel, ein bisschen Saft drin..). So ist der Beginn des Schreibens etwas Besonderes. Ich habe einen guten Grund, mit Cola oder Energy-Drinks zu leisten. Wenn ich wirklich viel Zeit habe in der ich schreiben kann, aber sehr müde bin, dann ist es mit dem Verwöhnen vorbei: Ich trinke eine große Tasse mit starkem Kaffee. Mittlerweile habe ich mich sogar an den Geschmack gewöhnt und kann mir einreden, dass ich mich auch damit fürs Schreiben belohne. Bei mir ist wichtig, dass ich eine Art kleines Ritual habe. Ein wenig Leistungssteigerung ist auch dabei, aber ich trinke nie sehr viel von dem Zeugs.

Was du nun aus diesem Text machst.. ja da gibt es vielfältige Möglichkeiten.

Du kannst..

-dir einreden, dass ich einen an der Marmel habe.

-Dir denken, dass das ja überhaupt nichts Neues ist, man wusste ja das Kaffee wach macht.

-Das auch einmal versuchen.

-meinen Ratschlag ignorieren, nicht zu viel von dem Zeugs zu trinken und dann körperliche Beschwerden davontragen.

-dir ein ganz anderes Ritual zulegen. Wenn es dir hilft vorher eine halbe Stunde zu joggen, haufenweise Karotten zu futtern oder vor dem Schreiben mit deiner Katze verstecken zu spielen… los geht’s! Hauptsache du hast ein motivierendes Ritual, welches dein Hirn in Schwung bringt und die Zeit des Schreibens einläutet!

Der letzte Satz ist auch gleichzeitig das Fazit, deshalb gibt’s ihn noch einmal: Hauptsache du hast ein motivierendes Ritual, welches dein Hirn in Schwung bringt und die Zeit des Schreibens einläutet! Ob das nun wirklich Koffein sein muss, entscheidest du. Hauptsache Hirn und Körper wissen, dass du jetzt gleich mit dem Schreiben loslegst. Das gleiche gilt auch fürs Lernen, für Sport und auch sonst für alles, für das man sich aufraffen muss. Ich nehme Koffein, weil es a) Ritual geworden ist und ich es sonst nicht mache und b) weil es noch einen kleinen Kick dazu gibt.

Koffein

Ich wünsche euch viel Spaß und Erfolg beim Loslegen, sei es das Schreiben eines Buches, Lernen, Arbeiten, Sport treiben.. 🙂

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